An der Schule von Seyed Ghelish Ishan
(DAR MADRESEH YE SEYED GHELISH ISHAN)
Iran 1996 | 22 Min. | 16 mm, OmeU
In einer Lagune am Ufer eines Flusses lebt eine Fischerin zusammen mit ihrer pflegebedürftigen alten Mutter. Ihr Ehemann und ihr Vater sind schon verstorben. Im Gegensatz zu dem, was die … mehr
Ein Verkehrspolizist versucht im Auftrag der Stadtregierung, inmitten der unglaublichen Verkehrsstaus Teherans, ein Fahrverbot für bestimmte Straßen der Innenstadt durchzusetzen. Die Verkehrssünder feilschen und der Gesetzeshüter kreiert Ausnahmeregelungen. Damit wird sowohl die Anpassungsfähigkeit der Verkehrsregel und des Beamten als auch die Flexibilität der Teheraner Bevölkerung sichtbar.
Kiarostami, der selbst in seiner Jugend Verkehrspolizist war, gelang mit diesem Film eine Dokumentarfilmkomödie über den Einfallsreichtum der Teheraner in scheinbar unumgänglichen Situationen.
Abbas Kiarostami, geboren 1940 in Teheran, gilt heute als der international bekannteste iranische Filmautor. Als 18Jähriger wurde er auf der Teheraner Kunsthochschule aufgenommen und finanzierte sein Studium als Werbegraphiker. 196069 realisierte er mehr als 150 Werbefilme und gelegentlich gestaltete er Vorspanne von iranischen Filmen. Seit 1969 drehte er für Kanoon, das ‘Institut für die geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen’, Kurz-, Lehr- und Animationsfilme sowie Spiel- und Dokumentarfilme. Seine Filme sind wie die meisten iranischen Produktionen seit den 80er Jahren nicht eindeutig in die Genres ‘Spiel- und Dokumentarfilm’ einzuordnen. Wie bei heute vielen iranische Filmautoren vermischen sich Realität und Fiktion in mit Laien dargestellten Alltagsgeschichten. Eine Auswahl seiner Spiel- und Dokumentarfilme: NAN VA KUCHEH / DAS BROT UND DIE STRASSE (1970); ZANGE TAFRIH / DIE SCHULPAUSE (1972); TAJROBEH / ERFAHRUNG (1973); MOSAFER / DER REISENDE (1974); RAHE HAL / LÖSUNG (1978); QAZIHE SHEKLE AVAL, QAZIHE SHEKLE DOVOM / FALL EINS, FALL ZWEI (1979); HAMSORAYAN / DER CHOR (1982); HAMSHAHRI / DER MITBÜRGER (1983); KHANEHYE DUST KOJAST? / WO IST DAS HAUS MEINES FREUNDES? (1987) NAMAYE NAZDIK / NAHAUFNAHME (1990); MASHQE SHAB / HAUSAUFGABEN (1990); VA ZENDEGI EDAMEH DARAD / UND DAS LEBEN GEHT WEITER (1992); ZIRE DERAKHTANE ZEYTUN / UNTER DEN OLIVENBÄUMEN (1994); TA’ AMÉ GILAS / DER GESCHMACK DER KIRSCHE (1996); BAAD MARA KHAHAD BORD / DER WIND WIRD UNS TRAGEN (1999).
Taghvaie gliedert diesen Film über religiöse Kulte in den persisch und arabischsprachigen Regionen Bandar Abbas und Bandar Lengee im Süden Irans in zwei Abschnitte. Im ersten Teil führt einer der … mehr
Wohnungsprobleme in Teheran in den ersten Jahren nach der Revolution. Mokhtari zeigt die heftigen alltäglichen Konfrontationen zwischen Vermietern und Mietern, die die Miete nicht mehr bezahlen können. Frauen und Männer … mehr
Iranische Schulkinder begegnen in ihren Lesebüchern der heldenhaften Geschichte eines Jungen, der aufopferungsvoll ein Zugunglück zu verhindern weiß. In der dunklen Nacht gelingt es dem Jungen, einen nahenden Zug rechtzeitig … mehr
Mokarrameh, eine alte Frau, besitzt eine Kuh, zu der sie eine tiefe Zuneigung gefasst hat. Um sie zu füttern, muss sie weite Wege gehen, und es ist sehr anstrengend für … mehr
Imam Reza, der achte schiitische Imam, wird im Volksmund auch »Beschützer der Gazellen« genannt. Wie die Legende berichtet, suchte einst eine Gazelle, die von einem Jäger verfolgt wurde, Schutz bei … mehr
»Male! Egal was die anderen um dich herum denken« ist das Motto der Hauptfigur des Films. Seine Kinder sind stolz auf ihren Vater. Aber seine Mutter und Ehefrau missbilligen seine … mehr
1999 wurden im Zuge der Dezentralisierung unter Präsident Khatami die ersten Stadt- und Gemeinderatswahlen im Iran seit zwanzig Jahren durchgeführt. Unter den 330.000 Kandidaten waren 5.000 Frauen. Eine von ihnen … mehr
Jedes Jahr im Frühjahr wird der Nimevar-Kanal gereinigt und neu ausgehoben. Zuvor wird der Barema-Damm durchbrochen, um das Wasser aus dem Kanal wieder in den Fluss zurückzuleiten. Die Männer aus … mehr