ARRIVAL
Indien 1980 | 20 Min. | 35 mm
ASHAD KA EK DIN beruht auf einer Vorlage von Mohan Rakesh, dessen Drama von der Liebe des Dorfmädchens Mallika zu dem weit über Indien hinaus bekannt gewordenen Sanskrit-Dichter Kalidasa handelt. … mehr
Ein Auftragsfilm des Tourismus-Instituts von Kaschmir und Jammu. Für Kaul selbst ist der Film “ein filmisches Gemälde des Kaschmir-Tals, ohne Kommentar und Dialog, dessen Schönheit mehr hat als den Reiz … mehr
Der Film ist einer Form der klassischen indischen Musik gewidmet, die auf das 15. Jahrhundert zurückgeht. Gleichzeitig benutzt DHRUPAD sein Thema aber auch als einen Vorwand zur dokumentarischen Gestaltung subtiler … mehr
Eine Hochzeitsgesellschaft macht auf dem Heimweg Rast unter einem Feigenbaum. Ein Geist, der auf dem Baum lebt, verliebt sich in die Braut. Der Bräutigam eröffnet der Braut, daß er auf … mehr
Zu Beginn von MATI MANAS sagt ein Töpfer: “Die Werke des Töpfers sind keine bewußten Geschöpfe wie die Geschöpfe Brahmas, die Menschen. Das Nichtbewußte vermag nicht zu sprechen, der Mensch … mehr
NAZAR Regie: Mani Kaul; Buch: Sharmistha Mo
hanty und Mani Kaul nach einer Novelle
von Dostojewski; Kamera: Piyush Shah;
Schnitt: Lalitha Krishna; Musik: Vikram Joglekar, D. Wood,
Indien 1990; 35 mm; Farbe 100 min. Grundlage … mehr
SIDDHESHWARI behandelt die Tradition der ‘Thumri’- Musik, die sich ‘Gandharva’ nennt, eine Huldigung an die himmlischen Musikanten von Indras Hof. Diese Tradition geht auch auf die Mahabaratha-Sage zurück. Der Film … mehr
THE NOMAD PUPPETEERS Regie: Man! Kaul; Kamera: Jayendra Desai; Ton: N.P. Sitaram; Schnitt: M.N. Chaubal Indien 1974; 35 mm; Farbe 20 min. Der Film fängt das tägliche Leben von Marionettenspielern aus … mehr
Tag für Tag geht die junge Frau Baio zur einige Meilen außerhalb des Dorfes liegenden Bushaltestelle, um ihrem Mann, einem Busfahrer, der mehrmals täglich diese Stelle passiert, sein Essen zu bringen. Eines Tages - und von diesem Tag berichtet der Film - verpaßt sie den Bus und muß warten bis er ein zweites Mal kommt. Ihr Mann aber, der sie nur einmal wöchentlich besucht, ansonsten in der Stadt mit Freunden und einer Geliebten zusammenlebt, weist das Essen zurück. Er ist über ihre Verspätung erbost. Erneut wartet sie geduldig und läßt ihren Gedanken freien Lauf. In ihrem Kopf bewegen sich Bilder aus ihrem dörflichen Leben und aus dem Leben ihres Mannes in der Stadt. Als er dann spät in der Nacht die Haltestelle ein drittes Mal passiert, nimmt er das Essen an, und sie ist erleichtert, daß er sie nicht verläßt. (Bernhard Weber-Brosamer, in: JOURNAL FILM, Nov 1987, Freiburg)
USKI ROTI ist eine bittere Geschichte von Einsamkeit, unterstrichen durch langsame Gesten und einfache Worte in einer traditionellen rituellen Atmosphäre. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vermischen sich zu einer Zeit, welche selber zeitlos ist. Der Film versucht, den alten Widerspruch zwischen einer einfachen und einer impressionistischen Filmsprache zu lösen. (Awenuire, zit. n.: The New Generation. 1960-80, New Delhi 1981)
In seinen ersten drei Filmen erforscht Mani Kaul systematisch die komplexe gegenseitige Beziehung zwischen literarischen Strukturen und Kino. USKI ROTI basiert auf einer Kurzgeschichte von Mohan Rakesh und behält die Struktur der Kurzgeschichte bei, ohne irgendwelche zusätzlichen Episoden oder schmückendes Beiwerk hinzuzufügen. Die Kargheit der ursprünglichen Geschichte spiegelt sich in der Ökonomie seiner Kameraarbeit, der fein abgestimmten Beleuchtung und dem klaren Ton wider. (Arun Khopkar, in: 70 Years of Indian Cinema, Bombay 1985)