Baka - People of the Rainforest

Phil Agland
Großbritannien 1987 | 105 Min. | 16 mm

Zwei Jahre hielten sich Phil Agland, Lisa Silcock und Michael Harrison bei den Baka-Pygmäen, tief im tropischen Regenwald Ost-Kameruns auf. Während dieser Zeit bauten sie ein enges, vertrauensvolles Verhältnis zu den dort lebenden Menschen auf und hatten somit einen tiefen Einblick in das Leben der Baka. Bei ihren Filmaufnahmen konzentrierten sie sich insbesondere auf eine Familie.

In dieser bewegenden Geschichte treffen wir Likano, der sich mit Geschick im Regenwald zurecht findet. Mit ihm zusammen lebt Deni, seine lebhafte und selbstbewußte Frau und sein jüngster Sohn Ali, der, wie der Zuschauer des Films, in das Leben im Regenwald eingeführt wird. Neben anderen Begebenheiten werden wir Zeugen eines heftigen Streites zweier Männer um eine Frau, der einem der beiden beinahe das Leben kostet, weil er bereit ist sich einem Gift-Orakel zu ergeben. BAKA besticht durch die offensichtliche Nähe der Filmemacher zu den Pygmäen. Seine Machart ist eher konventionell: Der Film weist keine reflexiven Momente auf, die Filmemacher sind nicht vorhanden, die Kamera beobachtet mit ihrem allmächtigen Blick. Sicher nicht nur wegen seiner hohen technischen Qualität erhielt der Film 1988 einen Preis beim ‘Cinema du Reel’, Paris. (Festival Katalog 1989)