PEOPLEJUST LIKE US

PEOPLEJUST LIKE US stellt die Situation der Obdachlosen im heutigen Südafrika dar und das Ausmaß, in welchem diese marginalisierten Gruppen zur Selbsthilfe greifen. In der Dokumentation kommen die Obdachlosen selbst zu den Themen Unterkunft, Armut und Arbeitslosigkeit zu Wort; sie stellt das Konzept der »transitional housing« vor, das die Lücke zwischen den mittelosen Obdachlosengemeinschaften und bezahlbaren Wohnraum schließen soll. Es werden die Lebensbedingungen der Bewohner in den Obdachlosengemeinden gezeigt und Visionen für die Wiederherstellung der Johannesburger Innenstadt untersucht. Anhand von Beispielen in Oukasie, Molteno und der östlichen Kapregion von Thornhill wird das generelle housing-Problem in Südafrika aufgezeigt.

GHETTO DIARIES - Part 3

Ein Wanderarbeiter beschreibt sein Leben im Goldbergwerk, Tausende Kilometer von seiner Familie entfernt. Seine Frau, die in der Transkei lebt, wurde ebenso in den Umgang mit der Kamera eingeführt, obwohl sie noch nie ferngesehen hatte. Ihrer beider Leben ist von der Trennung bestimmt, sie sehen sich nur zwei Mal im Jahr für kurze Zeit.

GHETTO DIARIES - Part 1

Diese Episode ist in zwei Teile geteilt: Der erste erzählt die Geschichte von Amos, einem Ex-Gangster. Er verbringt die meiste Zeit zu Hause, um seinen Feinden auszuweichen. Der zweite Teil wird von Lindiwe gestaltet. Sie spricht von ihrem Schmerz, alleinerziehende Mutter zu sein, nachdem der Vater ihres Kindes ermordet wurde.

THE BROKEN STRING

Für Millionen Menschen in Südafrika liegt das Trauma der Vergangenheit und ihrer Armut in der Tatsache begründet, daß sie von ihrem Land vertrieben wurden. Ein Prozeß, der schon vor 300 Jahren begann und in einigen Gegenden heute noch stattfindet. 1994 wurde das demokratische Südafrika mit dem Versprechen geboren, daß sich die Politik der Landaufteilung ändern würde. Rückerstattung und Neuverteilung des Landes würden einen Prozeß der Landreform in Gang bringen, und dem ländlichen Südafrika eine größere Chance zum Überleben und damit ökonomische Sicherheit geben.

Die Autoren dokumentieren den Beginn dieser Landreform. Ihr Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch den ländlichen Teil Südafrikas: Überall verstreut, die Ruinen vergangener Politik und (noch) die Hoffnung derjenigen, die ihr Land jetzt wieder zurückbekommen. In eindrücklichen Bildern schildert der Film die Geschichte der Enteignung dieser Menschen, die zurückreicht bis zu den Ureinwohnern Südafrikas: Bauern und Gemeinschaften aus Riemvasmaak, der Kalahari, Botshabelo, Vryheid and Queenstown. Sie alle teilen ihre Erfahrungen, ihre Hoffnungen und Ängste mit.

WHEN THE WAR IS OVER

Bonteheuvel, ein trostloses Township nahe Kapstadt. In den 80er Jahren war die Siedlung berüchtigt für ihre militanten Auseinandersetzungen im Kampf gegen die Apartheid. Die Jugendlichen hatten sich im “Bonteheuvel Military Wing” organisiert, einem Guerilla-Ableger des ANC. Und heute? Wie leben die Kämpfer heute, nachdem sie ihr Ziel – ein freies Südafrika – erreicht haben? Gori ist Angehöriger der Armee, Marlon Mitglied einer Straßengang. Wie viele andere ANC-Kämpfer haben sie 71 große Probleme sich in ihrem neuen Alltag zurecht zu finden. “Wir waren im Krieg, aber wir hatten es besser als heute, wo dieses Land uns gehört. Wir haben zu viele Tote, zu viel Hass und zu viel Blut gesehen”, sagt Gori. Armut und Arbeitslosigkeit bestimmen die Situation der ehemaligen Kämpfer im Township. Diebstahl, Drogenhandel und Prostitution sind Teil ihres Alltags. Mit Friedensgesprächen sollen die Auseinandersetzungen der rivalisierenden Gruppen beigelegt werden. Doch während der Gespräche wird die Schwester von Marlon erschossen aufgefunden. Es wird vermutet, dass sie zwischen die Fronten der verfeindeten Banden geraten ist. Wie kann es da Frieden geben?
Ein schonungslos offener Film über das schwere Erbe der Apartheid.

François Verster gründete 1998 Undercurrent Film & Television in Kapstadt. Seitdem entstanden dort zahlreiche Dokumentarfilme für den regionalen, wie für den internationalen Markt. Filme u.a. WHEN THE WAR IS OVER (2002); A LION’S TAIL (2002); GUILTY (2001); THE GRANITE WAR (2000); THE BERGIES OF CAPE TOWN (1998).

SOLLY’S STORY

Solly Luvhengo, ein junger Mann aus dem ländlichen Venda in der Northern Province, hat Armut und Marginalisierung in seinem Leben die Stirn geboten und sich für die Zukunft einiges vorgenommen. Als einziges Kind einer allein stehenden Mutter wurde Solly von seinen Großeltern und Ammen aufgezogen; seit dieser Zeit träumt er davon, ein Fußballstar zu werden. Zunächst sprang er als Trainer ein und schaffte es, Assistent des Nationaltrainers zweier südafrikanischer Mannschaften zu werden. Seit der Einführung der Demokratie in Südafrika 1994 kann Solly die Vorteile der neuen Ära genießen. In seinem Heimatdorf beginnt er mit dem Bau eines neuen Hauses für seine Freundin und deren Großfamilie. Sein Traum scheint wahr zu werden – aber dann kommt die Realität ins Spiel.

Asivhanzhi ‘Asi’ Mathaba, geboren 1976 in Johannesburg. Film- und Fernsehstudium in Kapstadt. Filme seit 1998: Werbeclips, Firmenvideos, Musikvideos, Dokumentarfilme für 15 das Fernsehen.

HOT WAX

Ivy begann ihre erfolgreiche Karriere, als es schwarzen Frauen in Südafrika noch verboten war, als Kosmetikerin für Weiße zu arbeiten. Seit Jahren besitzt sie einen festen Stamm von Kundinnen, die regelmäßig kommen und ihr die privatesten Dinge erzählen. Sie lacht, weint und tratscht mit ihnen und gibt ihnen gute Ratschläge. Sie setzt sie sogar ins Auto und betätigt den Anlasser, damit die frisch manikürten Fingernägel nicht leiden. Für ihre Kundinnen ist sie die beste Therapeutin, eine Erfrischung für Körper und Seele.

Andrea Spitz, geboren 1965 in Johannesburg. Filmemacherin und Beraterin für soziale und ökologische Fragen. Dokumentarfilme seit 2000: XENOPHOBIA; NOT ASKING MUCH; VOICES ACROSS THE FENCE; I WILL NOT GO GENTLY.

These Objects, Those Memories

How can you keep your most precious memories, when everything is left behind? Working in Cape Town, South Africa, three migrant women from Zimbabwe found a keeper of their past in material culture, they brought with them: The baby blanket, a son back in Zimbabwe used to sleep on. The stove that was a present from father and brother back home. The first camera in the family. In a split screen, Roger Horn arranges the women’s narrations of key moments in their lives with objects they connect with these memories. His unusual technique opens a space for associations and contemplation as well as a feeling of the past and an omnipresent longing for a return to Zimbabwe. “These Objects, Those Memories” is the center of Horn’s PhD research in Visual Anthropology at the University of Cape Town.