RANA’S WEDDING

Hany Abu-Assad
Palästina 2002 | 90 Min. | 35 mm, OmeU

Die junge Rana wacht eines Morgens auf und bekommt von ihrem Vater ein Ultimatum gestellt: Entweder sie heiratet binnen 10 Stunden einen Mann der Wahl ihres Vaters, den sie sich von einer Liste aussuchen kann, oder sie geht mit dem Vater nach Ägypten, wo sie dann studieren soll. Entschlossen, den Mann zu heiraten, den sie liebt, begibt sich Rana auf eine abenteuerliche Reise durch israelische Checkpoints und Straßensperren, um ihren Liebsten Khalil zu finden. Die Hochzeit muss bis vier Uhr am Nachmittag vollzogen sein…

Es geht um den Albtraum einer Stadt, in der ziviles Leben ein permanenter Kraftakt ist, um die Wut einer ganzen Generation, die in diesem Krieg ihre so genannten besten Jahre verliert, und um die Hoffnungslosigkeit, das alles zu hassen, ohne etwas ändern zu können. Der Nahostkonflikt, gesehen mit den Augen eines verliebten arabischen Backfischs – manchmal braucht es im Kino einen Zoom, damit der Blick auf die Totale frei werden kann.” (Die Zeit)

Hany Abu-Assad wurde 1961 in Nazareth geboren. Zum Studium in Flugzeugbau ging er nach Amsterdam. Anfang der 90er Jahre hat er zusammen mit Rashid Masharawi Ayoul Film aufgebaut, wo er lange als Produzent arbeitete. 1992 drehte er seinen ersten Film. In den Niederlanden wurde er mit seinem Langspielfilmdebüt DAS 14TE HÜHNCHEN zum Star. Seit 2000 lebt und arbeitet Hany Abu- Assad in Ost-Jerusalem. Filme: PAPER HOUSE (1992); DAS 14TE HÜHNCHEN (1998); NAZARETH 2000 (2000); RANA‘S WEDDING (2002); FORD TRANSIT (2003).