Mweze Ngangura: LA VIE EST BELLE

Der junge Kourou (Papa Wemba) kommt eines Tages, ohne einen Pfennig in der Tasche und ohne Freunde in Kinshasa an mit der Idee, Musiker zu werden. Er findet sich wieder als Hausangestellter bei einer neureichen zairischen Familie und er verliebt sich in Kabibi, die die zweite Frau seines Chefs wird.

Eine herrlich-naive Komödie, die mit viel Humor das Leben der zairischen Hauptstadt zeigt. Die neuen Herren kopieren das Leben der alten und verhalten sich wie die Paschas. Der Film lebt durch die Person Papa Wembas, dieses zairischen ‘Musik-Superstars’, des Erfinders des Rumba-Rocks. Die Geschichte des Films trägt durchaus biographische Züge von Papa Wemba.

La vie est belle’ ist die ironische Quintessenz der zairischen Lebensauffassung, einer Art des ‘Sich-durch-das-Leben-Schlagens’. Was auch passiert: ‘Das Leben ist schön’.

Mweze Ngangura: CHANGA CHANGA

Das Zusammentreffen und die Vermischung europäischer mitafrikanischen Kulturen - das ist das Thema von CHANGA CHANGA (was in Suaheli soviel wie ‘Mischung / Patchwork’ bedeutet). Diese Begegnung der Kulturen ist nirgends deutlicher als in der Musik, sie “bringt die Menschen zusammen”, wie es Manu Dibango zu Anfang des Films ausdrückt; einer der porträtierten schwarzen Musiker, die heute in Brüssel leben. Dibango, ein Pionnier der schwarzen Musik in Brüssel, erzählt zusammen mit seinem weißen Kollegen Vicky Down von den ersten Stunden einer schwarzen Musik in Brüssel. Der Besuch in ‘Matonge’, einem Stadtviertel Brüssels, in dem viele Schwarze aus Zaire wohnen, führt zu vielen Musikerinnen und Musikern: Viktor Lazio, Dani Klein, KhadjaNin, Zap Mama, Les Ryth’Miss, TootsThielmans, Dieudonné Kabongo, Chris Joris, Mamady Keita, Ken Ndiaye…,

Gezeigt wird die Präsenz schwarzer Musik in Brüssel, aber auch die wechselseitige Beeinflussung afrikanischer und westlicher Musik.

Mweze Ngangura: KIN KIESSE

KIN KIESSE ist ein bitter-süsses Porträt von ‘Kin-la-belle’, von Kinshasa, der Hauptstadt Zaires. Die Widersprüche einer afrikanischen Großstadt, kommentiert vom heute wichtigsten ’naiven’ Maler des Landes, Chéri Samba.

Das ‘Kin’ der Nachtclubs, der großen Häuser, der Schuhputzer, der Frisöre, das ‘Kin’ der Armenviertel, vor allem auch das ‘Kin’ der Musik: von den Fanfaren der Bierfeste bis hin zum Rumba und den ‘angesagten’ Orchestern, die zum traditionellen Tanz aufspielen.

LE ROI, LA VACHE ET LE BANANIER

Mweze Ngangura führt uns in seine Heimat, das Königreich Ngweshe, im östlichen Zaire gelegen. In dieser Region der großen Seen sind die äußeren Zeichen des Reichtums die Zahl der Kühe und die Größe der Bananenplantagen.

Der Filmemacher läßt zwei wichtige Zeugen zu Wort kommen. Der König, Mwami Pierre Ndatabaye Weza III, zeichnet den Alltag dieses traditionellen afrikanischen Königreiches und dessen Konfrontation mit dem modernen Leben nach. Der Märchenerzähler Makura beschreibt die zahlreichen Mythen, die sich um Kühe und Bananen ranken. Er ist der Hüter der Bashi-Kultur und des kollektiven Gedächtnisses und vermittelt den Kindern die Sprichwörter, Bräuche und Mythologien.

Wie schaffen es die Bashi, Kolonisierung, Unabhängigkeit und Fortschritt mit ihrer eigenen Geschichte in Einklang zu bringen?

Außerdem beleuchtet der Film die dramatischen Ereignisse im Nachbarland Rwanda: Ein Wahrsager kündigt Katastrophen in den angrenzenden Nachbarländern an.