Tides of the Delta: the Saga of Ozidi

F. Speed, P. Harper
Nigeria 1969 | 40 Min. | OF

Dieser Film basiert auf den Forschungen des nigerianischen Poeten J. Pepper Clark. Gezeigt werden die wichtigsten Abschnitte eines siebentägigen Ritualdramas, das in einem kleinen Ijaw-Dorf am Ufer des Forcado-Flusses im Niger-Delta des südöstlichen Nigeria aufgeführt wird.

Die Aufführung eines jeden Tages wird damit begonnen, daß ein in Gedichtform sprechender Erzähler mit sieben Jungfrauen an das Ufer des Flußes geht, um dort den Wassergeistern Gebete und Opfer darzubieten. Damit soll erreicht werden, daß die dramatischen Aufführungen dem guten Verhältnis zwischen der Dorfgemeinschaft und ihren Schutzgottheiten dienen. Die Aufführung selbst wird durch einen Erzähler zusammengehalten, der zeitweise auch als Protagonist in die Handlung eingreift. Unterstützt wird er durch ein Trommelorchester von Männern, einem Frauenchor und einer Tanzgruppe. Die dramatische Geschichte erzählt von einer uralten Rivalität zweier Brüder, die sich um die Frage der Vorherrschaft rankt. Die Handlung stellt die Beziehung zu den verstorbenen Ahnen wieder her. Es wird geglaubt, daß die Ahnen von den Schauspielern Besitz ergreifen, sodaß sich die Ahnen gegenüberstehen. (Festival Katalog 1987)