The Trobriands - Islands of Women

Yasuko Ichioka
Japan 1974 | 50 Min. | 16 mm

Die Trobriand-Inseln sind bekannt für ihr einzigartiges mutterrechtliches Verwandtschaftssystem. Im Juli eines jeden Jahres findet die ‘Gogebilla’-Zeremonie statt, bei der die Landbesitzer ihre Ernte den Schwestern und anderen weiblichen Verwandten bringen. “Auch im Stammesleben ist die Stellung der Frau sehr hoch. Sie nehmen in der Regel zwar nicht an den Beratungen der Männer teil, setzen aber in vielen Angelegenheiten ihren Willen durch und beherrschen einzelne Teile des Stammeslebens. Sie kümmern sich auch um bestimmte Etappen in der großen zeremoniellen Verteilung der Nahrungsmittel.” (Malinowski) Neben der mutterrechtlichen Sozialstruktur wird in diesem Film (nicht ohne den westlichen, exotisierenden Blick) auch das Sexualleben der Trobriander angesprochen: “Keuschheit ist unter diesen Eingeborenen eine unbekannte Tugend. In einem unglaublich frühen Alter werden sie in das Sexualleben eingeführt, und viele der unschuldig wirkenden Spiele der Kindheit sind nicht so harmlos, wie sie er scheinen…” (Malinowski) (Festival Katalog 1989)