MOKSHA

Nach dem Tod ihres Mannes ändert sich das Leben einer Frau in der hinduistischen Gesellschaft radikal. Die Witwe soll in Keuschheit leben, und jegliche Nahrung, die ihren Körper erwärmen könnte, ist ihr verboten. Denn wer Wärme sagt, meint Vergnügen. Sie ist auch gezwungen, sich für den Rest ihrer Tage in Weiß zu kleiden. Eine Tradition Bengalens will, daß Witwen zum Gebet für ihr Heil (moksha) in die großen Pilgerstätten, wie Vrindavan, geschickt werden.
MOKSHA entwirft das Porträt von fünf Witwen, die von ihren Familien verstoßen wurden und deren Leben sich fortan auf Gebet und Armut beschränkt.

Auf brutale Weise von jeglichem sozialen Status heruntergesetzt, werden die Witwen, ob jung oder alt, marginalisiert und von ihren Kindern und ihrem Bekanntenkreis verstoßen. Unfähig, die Folgen ihrer Verwitwung und die Erniedrigung, der sie ausgesetzt sind, zu ertragen, haben viele dieser Frauen keine andere Wahl, als Zuflucht in den Pilgerorten zu finden, wo sie versuchen, im religiösen Eifer aufzugehen. Sie werden in einem riesigem Ashram abgestellt, verkindlicht und gezwungen, vier Stunden am Tag zu beten, wofür sie jeden Abend eine Handvoll Reis erhalten - und dies bis ans Ende ihrer Tage.