LA MAISON D’ANGELA

Seit ihrer Geburt lebt Angela (75) in dem Haus ihrer Eltern in La Goulette, einer Kleinstadt vor den Toren von Tunis. Jetzt soll sie das Haus verlassen, damit es abgerissen werden kann; ein schmerzhafter Prozess, verbunden mit vielen Erinnerungen an ihre frühere Nachbarschaft.

Olfa Chakroun studierte zunächst Theaterwissenschaften, bevor sie zum Film kam. Heute arbeitet sie als Professorin für Film an der Hochschule für Kunst und Medien in Tunis. Filme: LA MAISON D’ANGELA (2010).
Dionigi Albera, Anthropologe, arbeitet am Centre National de la Recherche Scientifique CNRS.

Tunisie Année Zéro (work in progress)

TUNISIE ANNÉE ZÉRO ist ein Film über die Redefreiheit, die die Menschen in Tunesien wiederentdeckt haben. Ein Film über die Stimmung im Land, in einer Zeit zwischen Vergangenheit und Zukunft: ein Frühling in dem begleitet von Angst und Hoffnung Korruption und Amtsmissbrauch des früheren Regimes angeprangert wurden. Die Kamera bewegt sich vor allem in La Goulette, einem der nördlichen Randbezirke von Tunis. Der Stadtteil war in den vergangenen Jahren besonders von Spekulationen im großen Stil kulturell wie materiell betroffen. Fischer, Kleinhändler, Restaurantbesitzer und andere Berufsgruppen stehen im Mittelpunkt des Films. Noch immer sind sie vom Verlust ihres Wohn- und Arbeitsplatzes bedroht.

Es klingt dramatisch aber auch humorvoll, wenn sie von den Verrücktheiten des alten Regimes erzählen, das über Jahrzehnte das Leben in Tunesien bestimmt hat. Der Zuschauer wird so in die Debatte einbezogen, die die politischen und kulturellen Diskussionen im Land bestimmen.

Olfa Chakroun siehe LA MAISON D’ANGELA.