AT PATANTJA CLAY PAN

1967 führten nur noch einige wenige Familien ein nomadisierendes Jäger-und Sammler-Leben in der ‘Western Desert’ Zentralaustraliens. Dieser Film zeigt zwei Tage im Leben dreier Familien, die gemeinsam bei einer großen Tongrube lagern. Einige Monate früher hatte es ausgiebig geregnet und die Oberfläche der Grube ist teilweise mit Wasser bedeckt. Die Männer warten viele Stunden mit ihren Speeren in einem Versteck auf durstige Emus. Eines wird erlegt und gekocht. Die Frauen sammeln Samen, Früchte und Insekten. Es ist früher Sommer und die Temperaturen klettern oft über 40°C. Mit Ausnahme des Kommentars ist der Film stumm. Dies ist der zwölfte Teil der insgesamt 19teiligen Serie PEOPLE OF THE AUSTRALIAN WESTERN DESERT.

Ian Dunlop ist Filmemacher und Ethnologe. Neben den Filmen, die er in diesen beiden Langzeitfilmprojekten realisierte, hat er bei den Baruya im westlichen Hochland Papua Neu Guineas zwei Filmserien gedreht: TOWARDS BARUYA MANHOOD (neun Episoden) und BARUYA MUKA ARCHIVAL (dreizehn Episoden). Bei den Baruya hat Dunlop zusammen mit dem französischen Ethnologen Maurice Godelier gearbeitet.

HARD TIME NOWFOR THE CHILDREN

Dies ist ein sehr persönlicher Film über Narritjin Maymuru, einen Clan-Führer in der Aborigines Stadt Yirrkala im nördlichen Arnhemland am äußersten Ende des ‘Northern Territory’. In dem Film wird hauptsächlich Filmmaterial aus den Jahren 1973-74 verwendet.

Narritjin ist ein Künstler, Denker und leidenschaftlicher Erklärer der Welt durch seinen Yolnu-Glauben. 1974 spricht er über die Probleme in Yirrkala, das Alkoholproblem seines ältesten Sohnes und über seine Pläne, auf das Land seines Clans in Djarrakpi zu ziehen. 1976 ist Narritjin nach dem Tode seines Sohnes nach Yirrkala zurückgekehrt. Ian Dunlop hat den Film über Djarrakpi mitgebracht. Für Narritjin verkörpert dieser Film die spirituelle Kraft von Djarrakpi selbst. Bevor er vorgeführt werden kann, muß Narritjin ihn besingen, um ihn »sicher« zu machen.