Arbeitsmigration

EL EJIDOTHE LAW OF PROFIT
(El Ejido – La Loi du Profit)

Jawad Rhalib
Belgien 2006 | 80 Min. | DigiBeta, OmeU
Zu Gast:
Jawad Rhalib
Kilometer um Kilometer, soweit das Auge reicht, überzieht an der andalusischen Mittelmeerküste ein Meer aus weißem Plastik die Landschaft. Unter den heißen Planen dieser Treibhäuser ernten Wanderarbeiter aus Marokko, Rumänien, … mehr

FROM SOMEWHERE TO NOWHERE – Wanderarbeiter in China

Villi Hermann
Schweiz 2008 | 86 Min. | DigiBeta, OmeU
Unterwegs durch China mit dem Fotografen Andreas Seibert Rund 150 Millionen Chinesen ziehen als Wanderarbeiter durch das Land. Seit den späten 1980er Jahren tragen sie die boomende Wirtschaft Chinas. Sie … mehr

MIMOUNE

Gonzalo Ballester
Marokko, Spanien 2006 | 11 Min. | miniDV, OmeU
„Illegale“ Einwanderung ist nicht allein ein Problem unserer Gesellschaft. Nicht nur der Immigrant leidet an der sozialen Entwurzelung, der schwierigste Part dieses Problems ist die Trennung der Familien. Dieser Film … mehr

MIRAGES

Olivier Dury
Frankreich 2008 | 46 Min. | 35 mm, OmeU
Zu Gast:
Olivier Dury

Jenes Bild, das sich wohl am nachhaltigsten einprägt, ist das der vielen Männer, die zusammengedrängt auf der Ladefläche eines Lastautos stehen. Die Männer fahren nordwärts, vom Niger bis zur algerischen Küste. Wie lange sie unterwegs sind, hängt von vielen unberechenbaren Faktoren ab, und auch wenn sie die afrikanische Mittelmeerküste erreicht haben, sind sie noch immer nicht am Ziel. Dann beginnt erst die gefährliche Überfahrt nach Europa. Eine Reise in der Hoffnung auf ein besseres Leben, die nicht selten mit dem Tod endet. 

Was MIRAGES, die erste mittellange Dokumentation des französischen Regisseurs Olivier Dury, auszeichnet, ist der Umstand, dass hier keine Leidensgeschichte aufgezeichnet wird, kein Appell an das Mitgefühl eines westlichen Kino-und Fernsehpublikums. Dury hat in einem der drei Lastwagen Platz genommen, ohne das spektakuläre Bild zu suchen: Durch die Windschutzscheibe blickt er auf die Landschaft oder die Reifenspuren im Sand, schaut zu, wie die Fahrer einen Reifen wechseln. Drei Tiere sieht man indes im Laufe dieses wunderbar fotografierten Films: einen Frosch, eine Schlange und einen Käfer, der auf dem Rücken liegend mit den Beinen in der Luft strampelt. Am Abend wird ein Lagerfeuer aus dürren Ästen entzündet, um der Kälte der Sahara zu trotzen. Dury dokumentiert einen Alltag, der den Fernsehbildern von gestrandeten, ums Leben gekommenen oder wieder abgeschobenen Flüchtlingen vorausgeht. 

Fast ohne Dialoge kommt dieser Film aus, und tatsächlich sind solche auch nicht notwendig. Denn die Geschichten der Männer, die sich am Beginn des Films mit einem kurzen Hinweis auf ihre Herkunft -Guinea, Senegal, Ghana -beschränken, werden nicht deshalb ausgespart, weil sie austauschbar wären, sondern weil sie zumindest in diesem Teil der Welt allgemein gültig sind. 300 Kilometer vor ihrem Ziel, an der libyschen Grenze, verlässt Dury den kleinen Konvoi. Die Männer, eingehüllt in Tüchern gegen Sand und Wind, winken ihm zurück. Wenn man dann noch einmal ihre Gesichter in Großaufnahme sieht, hat inzwischen der Wüstensand ihre Spuren schon wieder verwischt. (Michael Pekler) 

Olivier Dury, geboren 1967 in Paris. Studium an der Vancouver Film School. MIRAGES ist sein erster mittellanger Dokumentarfilm und wurde beim Festival von Marseille ausgezeichnet. 

RAILROAD OF HOPE
(Xi Wang Zhi Lu)

Nin Ying
China 2001 | 55 Min. | BetaSP, OmeU
Jedes Jahr im Sommer verlassen tausende Landarbeiter die Provinz Sichuan und begeben sich auf eine 3000 Kilometer lange Zugreise in Richtung Westen, zur autonomen Region Xinjiang. Hier müssen riesige Baumwollfelder … mehr