LUMIERE SHORTS

In mehreren Filmarchiven auf der ganzen Welt befinden sich unterschiedliche Zusammenstellungen der berühmten frühen Filme der Gebrüder Lumière. Die hier Gezeigten stammt aus dem Ungarischen Filmarchiv. Sie enthält 13 Kurzfilme aus Frankreich und zwei, die 1896 in Budapest aufgenommen wurden. Die Filme werden in der folgenden Reihenfolge gezeigt: Venice; Traffic in Front of the Opera House, Paris; Launching of an Ocean-going Vessel; Horse-swimming; Steeplechase; Bullfight; Spanish Dance Ensemble; Duet; Humorous Roller-Skating Show; Niagara Falls; River Running Over Rocks; Training Ships; Football Game; Parade for the Hungarian Millennium Celebrations; Chain Bridge, Budapest.

BUFFALO ON THE ROOF

BUFFALO ON THE ROOF ist ein sechstägiges Treffen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Volkskünstlern in Buffalo Gap in West Virginia, USA, das nach seinem großen Erfolg im Jahr 1993 zum zweiten Mal organisiert und nun filmisch dokumentiert wurde. Es wird getragen vom ‘Multicultural Folk Arts Centre’ und der berühmten Klezmer-Gruppe ‘Brave Old World’ sowie weiteren Gruppen aus Rumänien, Polen, Russland und dem Schwerpunktland von 1993, der Ukraine. Aber es machen auch Gruppen aus anderen ost- und westeuropäischen Ländern mit. BUFFALO ON THE ROOF ist ein Fest der Begegnung und der Beziehungen zwischen den jüdischen und nichtjüdischen Traditionen Osteuropas und bietet Juden und Nichtjuden gleichermaßen die einzigartige Gelegenheit, den Reichtum ihrer eigenen und anderer Volkskulturen kennenzulernen.

HANUKAH IN NEW YORK

Imre lebt in der Nähe von Eszti, der Schwester seines Freundes, die ebenfalls aus Makó stammt. Sie treffen sich in London bevor Eszti und ihr Gatte zu ihrer Tochter nach New York reisen, um dort Hanukah zu feiern. Sie besuchen auch andere Freunde aus Makó, die alle im orthodox jüdischen Quartier von Brooklyn leben. Sie erzählen sich Geschichten aus ihrer Vergangenheit. Am letzten Tag von Channukah versammelt sich Esztis ganze Familie, um gemeinsam alle Kerzen der Menora anzuzünden. Dieser Film ist der vierte Teil der Serie.

IMRE IN ISRAEL

Imre ist in Makó aufgewachsen und ist ein typischer Emporkömmling. Als armer Auswanderer kam er via Israel nach England, wo er sein Glück machte und heute als erfolgreicher Geschäftsmann lebt. Auf der Suche nach seinem verschwundenen Jugendfreund, Josi Markovich, reist er nach Israel. Dieser Freund lebt normalerweise in New York, aber laut Gerüchten soll er sich in Israel aufhalten. Der Film begleitet Imre auf seiner Suche, wir begegnen anderen Juden aus Makó und finden uns schließlich auf einem ihrer Treffen wieder, in der Synagoge der Gemeinschaft aus Makó in B’ne Brak, wo sie Ende Mai des Todestages des letzen Rabbi von Makó gedenken. Dieser Film ist der dritte Teil der Serie.

Just the Wind

Die Nachricht verbreitet sich in Windeseile: In einem ungarischen Dorf wurde eine Roma-Familie ermordet. Die Täter sind entkommen, niemand will eine Ahnung davon haben, wer das Verbrechen begangen hat. Eine andere Roma-Familie, die nahe dem Tatort lebt, sieht sich in ihrer latenten, mühsam verdrängten Angst bestätigt. Der Vater ist weit weg in Kanada; er möchte seine Frau, die Kinder und den Großvater nachholen, sobald es ihm möglich ist. Die Familie, von rassistischem Terror bedroht und von einer schweigenden Mehrheit im Stich gelassen, versucht, den Tag nach der Tat zu überstehen. Und abends, als die Dunkelheit über das Dorf hereinbricht, rückt man im Bett noch enger zusammen als sonst. Doch die Hoffnung, dem Wahnsinn zu entkommen, erweist sich als trügerisch. Ausgehend von einer realen Mordserie, der in Ungarn in wenig mehr als einem Jahr acht Menschen zum Opfer fielen, schildert Bence Fliegauf die Pogromstimmung, aus der Gewalt gegen Minderheiten entsteht. Die Kamera haftet sich eng an die Fersen der Figuren und macht ihre zunehmende Atemlosigkeit auch physisch erfahrbar. Lajos Sárkany, Berlinale

Preise: u.a. Silberner Bär, Berlinale 2012; Amnesty International Filmpreis 2012; Friedensfilmpreis der Heinrich Böll Stiftung 2012

In unvergesslichen Bildern zeichnet der Regisseur den Wendekreis der Angst, in dem die Roma leben, immer auf der Flucht, immer in Erwartung der nächsten Demütigung, immer in der Not, lieber unsichtbar und schutzlos, als sichtbar und ausgeliefert zu sein. Dabei gelingt es dem Regisseur die von Mythos und Ressentiment besetzten Bilder von Roma zu unterwandern, und seine Figuren in all ihrer Gebrochenheit und Individualität zu zeigen.“ (zit. aus der Jurybegründung Friedensfilmpreis)