Film for Carlos

Carlos kommt in Moskau zur Welt. Seine Mutter ist Russin, sein Vater Guatemalteke. Dieser versucht seine Schwiegereltern vergeblich von einem Besuch abzuhalten, denn mit ihrer angebotenen Hilfe kommen auch unwillkommene Ratschläge und Meinungen ins Haus: Wieso trägt ihr Enkel keinen russischen Namen? Weshalb gründet ihre Tochter mit einem Nicht-Russen eine Familie? Der Film dokumentiert diesen Besuch und zeigt mit einer beklemmenden Nähe die schwierige Beziehung mit Carlos‘ Großeltern und deren Liebe zum „Russischen Reich“. Eine schockierende, aber auch humor- und liebevolle Begegnung mit einer transkulturellen Familie in Russland.

SCHASTJE

Der in der Milchkanne verklemmte Kopf einer Kuh, die Haarwäsche einer Frau mit einem Rest geronnener Milch, eine sich in Bewegung setzende Herde. Dvortsevoj arbeitet mit der spektakulären Aussagekraft des Fragments. Jeder dieser Momente entfaltet sich mehrfach in seiner Bedeutung. Ein Film als ethnographisches Gedicht über einen Winkel in der Steppe Kasachstans. Der Regisseur entdeckte diesen Ort zufällig. Um das Leben dort kennenzulernen, verbrachte er über einen Monat bei der Familie eines Hirten. Sie gewöhnten sich an die Kamera: »Ich wollte alles drehen wie es geschah, ohne Verabredung, ohne Lüge.«

Sergej Dvortsevoj wurde 1962 in Kasachstan geboren. 1992 machte er seinen Abschluß an der Moskauer Filmschule VGIK. SCHASTJE ist sein Regiedebüt.

Holy God

Self-portrait. In 1998 our family came under armed attack. We were able to escape and we fled Grozny. We have been silent about it since”. Vladlena Sandu tells an incisive and dignified story about herself, her mother and grandmother, the physical and psychological trauma and the ordinary existence of a refugee, including dog food, homelessness and intensive care. On New Year’s Day Putin pays tribute to the soldiers who are fighting terrorism. (IFFR)