ANANAMOTHER

Von ihrem Vater verlassen, wurde Vivi Kunuk von der Inuk-Familie ihrer Mutter adoptiert, die sie wie einen Jungen erzog. Das ist aber nur ein bemerkenswertes Kapitel aus ihrem
Leben. Mit ihrem Ehemann Enuki zog sie elf Kinder auf, darunter auch Zacharias Kanuk, den preisgekrönten Filmemacher. Sie lebt überwiegend auf dem Land, wie ihre nomadischen Vorfahren - bevor die staatlichen Siedlungen in den 50er Jahren gebaut wurden. Von ihren Enkeln umgeben erzählt sie Geschichten von jenem Land, das sie sehr genau kennt, und von ihrem Lebensschicksal auf Baffin Island. In ihrer Geschichte spiegeln sich die historischen Veränderungsprozesse, die die Inuits in den vergangenen 60 Jahren durchgemacht haben. Vivi Kunuk - eine ganz gewöhnliche Frau mit einem außergewöhnlichen Leben.

QULLIQOIL LAMP

Frauen aus dem Videoworkshop re-inszenieren eine traditionelle Frauenarbeit: die Benutzung des Qulliq. Der Qulliq ist die Robben-Öllampe und der Ofen aus früheren Zeiten, die einzige Licht- und Wärmequelle. Die Frauen erzählen die Geschichte mit Worten und Liedern, während sie den Qulliq in ihrem Iglu installieren.

AIVIAQWALRUS

Igloolik, Sommer 1946. Der ferne Klang des atookatookatook, des ersten Benzinmotors, der Igloolik erreicht, bringt einen Überraschungsgast nach Quaisut, der Insel der Walross-Jäger. Ein Priester kommt, um das Inuit-Leben zu erforschen, in den uralten Ruinen zu graben und die Jagd mit zu erleben. Als die Jagdzeit beginnt, denkt Inuaraq, der Priester würde Unglück bringen, aber Qulitalik gibt schließlich nach. Draußen auf dem offenen Meer, beim Walross-Zerlegen auf einer Eisscholle, wird Inuaraqs Vorhersage beinahe wahr.

AURIAQSTALKING

Igloolik, Frühjahr 1946. Die Jahreszeit der endlosen Tage. Zwei Hundestaffeln suchen das Frühjahrseis ab; Männer und Jungen jagen Tag und Nacht. Robben sind überall. Bei ihren Luftlöchern, schlafen die unter der warmen Sonne. Ein Glückstag für Amachlainuk.

TUGALIAQICE BLOCKS

Igloolik, Herbst 1945. Sogar hier sind die Menschen erschrocken und beunruhigt durch die Neuigkeiten vom schrecklichen Krieg, der draußen tobt. Sie sprechen von der Gefahr einer ungewissen Zukunft, von schamanistischer Intervention, um ihre Kultur zu schützen. Das Wetter wird kälter, der Nordwind bläst. Inuaraq baut sein Erdhaus, Qulitalik schneidet die Eisblöcke für den Eingangsbereich.

ARTCIRQARTCIRQ

Über zwei Sommer hinweg haben sie gemeinsam gearbeitet und trainiert. Und nun stellen eine Studierenden-Gruppe der Montreal National Circus School sowie junge Inuit aus Igloolik eine einzigartige Zirkusvorstellung auf die Beine: Dabei vereinigen sich Inuit-Traditionen mit klassischen Elementen der Zirkusartistik. Geschrieben, aufgeführt und gedreht von Isuma’s Inuusiq Youth Group.

NANUGIURUTIGAMY FIRST POLAR BEAR

Geschichten von der Jagd auf eines der meist gefürchteten und geachteten Tiere in der Arktis, den Eisbären bzw. Nanuq. Einer der Ältesten, Abraham Ulayuruluk, erzählt Geschichten über die Eisbärenjagd in früheren Zeiten. Ein Junge, der 11-jährige Sohn von Zacharias Kunuk, lernt von seinem Großvater, seinen ersten Bären zu erlegen.

QAGGIQGATHERING PLACE

Ein Inuit-Camp im ausgehenden Winter der 30er Jahre. Vier Familien bauen ein Qaggiq, ein geräumiges Gemeinschaftsiglu, um den kommenden Frühling zu feiern: mit Spiel, Gesang und Trommeltanz. Ein junger Mann sucht eine Frau. Der Vater der jungen Frau sagt nein, deren Mutter jedoch ja…

NIPIVOICE

Der rasche Wechsel vom traditionellen zum modernen Leben hat in Nunavut, wie in zahlreichen postkolonialen Gesellschaften Macht, Wohlstand und Informationen in den Händen von nur wenigen Menschen konzentriert. NIPI erörtert zentrale Fragen der Demokratie, der Macht und des Wandels in Nunavut und auch in Kanada selbst, im Blick auf Erziehung und (Aus-) Bildung, Religion, Geschlecht, Lebensweisen, Verteilung der ökonomischen Entwicklung sowie das Erscheinungsbild und die inneren Strukturen einer neuen Führungsschicht. NIPI hört den heute führenden Inuit und den Ältesten zu, wie sie von Führungsstrukturen in alten und neuen Zeiten erzählen.