THE LAND HAS EYES

Viki, ein sensibles Mädchen auf Rotuma, hört aufmerksam ihrem Vater zu. Er erzählt die Geschichte der ersten mythologischen Bewohnerin der Insel, der “Warrior Woman”. Durch ihre Kraft und ihren starken Willen zum Überleben wird sie zu einem Vorbild für Viki, die im Dorf gemieden wird, weil sie arm und die Tochter eines fälschlicherweise als Dieb verurteilten Vaters ist. In ihrem Kampf für die Wiederherstellung des guten Namens ihrer Familie und einem korrupten Gericht gegenüber begibt sie sich, genau wie damals die “Warrior Woman”, zeitweise in surrealistische Bilderwelten, bevor sie sich schließlich mit ihrer persönlichen Situation in einer sich verändernden Welt zurechtfindet. Vilsoni Hereniko: “Ich verstehe mich als ein Geschichtenerzähler, der erkannt hat, dass Film das machtvollste Medium ist, um eine Geschichte zu erzählen, ein Medium, zu dem die Bewohnern der Pazifik-Inseln in der Vergangenheit keinen Zugang hatten. Ich habe die Hoffnung, dass diese Geschichte das Publikum, wo auch immer, nicht nur unterhält, sondern ihm ein wertvolles Gespür für Rotuma, dessen Kultur und Bevölkerung mit auf den Weg gibt. Mehr denn je sollten wir alle erkennen, dass wir die Weisheit unserer Vorfahren nötig haben. Mit diesem Film möchte ich einem alten Glauben auf Rotuma Ausdruck verleihen, der da sagt: Das Land hat Augen das Land hat Zähne und kennt die Wahrheit.”

Preise: Cinema Paradise Film Festival 2004-Winner, Best Film Hale Ki’i’oni Award

Vilsoni Hereniko, geboren 1954 auf der Insel Rotuma in Fiji. Nach ersten Schuljahren im Dorf ermöglichte ihm ein Stipendium seine höhere Schulbildung in Fiji abzuschließen. Weitere Studien führten ihn nach England und schließlich an das Center for Pacific Island Studies nach Hawai’i, wo er heute eine Professur für Pacific Literature, Theater und Film innehat. Hereniko hatte sich als Schriftsteller und Autor von Theaterstücken international einen Namen gemacht, bevor er begann, seine eigenen Filme zu drehen. Mit seiner Frau Jeannette Paulson gründete er “Te Maka Productions”. Ein Preis des Hubert Bals Fund 25 ermöglichte ihm die Entwicklung des Drehbuches für seinen ersten Spielfim THE LAND HAS EYES (2004), den ersten Spielfilm eines indigenen Fijianers überhaupt. Frühere Filme: THE ROTUMAN CLOWN (1989); JUST DANCING (2000).
In Kooperation mit dem Carl-Schurz-Haus in Freiburg