SALT OF THE SEA

Die 28-jährige Soraya reist von Brooklyn, wo sie aufgewachsen ist, zum ersten Mal in die Heimat ihrer Vorfahren, nach Palästina. Bei ihrer Ankunft ist Soraya noch voller Zuversicht, doch nach und nach wird sie von der Realität in Palästina eingeholt. Allein der Versuch in Ramallah das Geld ihrer Großeltern, die 1948 flüchten mussten, vom eingefrorenen Konto abzuheben, scheitert. Sie trifft Emad, einen jungen Palästinenser. Während Soraya davon träumt, sich in Palästina niederzulassen, möchte Emad, der nur das Leben unter der Besetzung kennt, nichts wie weg. Beide sind es leid, unter dem Zwang der Verhältnisse zu leben. Unverhofft treten Soraya und Emad eine Reise durch unbekannte Landstriche Palästinas und Israels an.

Annemarie Jacir hat bereits mit ihren Kurzfilmen Aufsehen erregt. In ihrem ersten Spielfilm SALT OF THIS SEA lädt sie uns zu einer verrückten Reise durch eine Region ein, die ihren Figuren eigentlich verschlossen wäre, weil Freiheit dort ein Fremdwort ist. Ihr Roadmovie führt uns durch Palästina und lässt uns andererseits eintauchen in die Geschichte von Jacirs Heimat.

Der Film ist atmosphärisch dicht und berührend. Wo der Welt die Worte fehlen, hat Annemarie Jacir starke Bilder zur menschlichen Sehnsucht nach Freiheit gefunden. (trigon film)

Annemarie Jacir, 1974 in Bethlehem geboren, wächst bis zu ihrem 16. Lebensjahr in Saudi Arabien auf. Ihre Ausbildung erhielt Jacir in den USA. Ihre Gedichte und Erzählungen sind in zahlreichen literarischen Zeitschriften und Anthologien erschienen. Seit 1994 ist sie im Filmbereich tätig und lebt inzwischen in Jordanien. Vom Film Comment Magazine wurde sie als eine der 25 New Faces des unabhängigen Kinos gelistet; ihre Filme wurden in Cannes, Venedig, Locarno und Berlin gezeigt.