N!AI, THE STORY OF A !KUNG WOMAN

Anhand des Porträts von N!ai, einer !Kung-Frau, die 1978 Mitte dreißig war, gibt der Film eine breitangelegte Darstellung vom Leben der !Kung in Vergangenheit und Gegenwart. N!ai erzählt ihre Lebensgeschichte und damit die Geschichte des Wandels, dem die !Kung in den letzten dreißig Jahren ausgesetzt waren. Das Filmmaterial stammt zu einem Gutteil bereits aus den 50er Jahren. Wir hören N!ai also nicht nur über ihre Kindheit und Jugend erzählen, wir sehen sie auch in diesen Lebensabschnitten. “Bevor die Weißen kamen, taten wir, was unser Herz wollte”, erinnert sich N!ai an ihre Kindheit. Sie geht mit der Mutter zum Sammeln - Beeren, Nüsse und Wurzeln, je nach Jahreszeit. Wir sehen das Verteilen einer Giraffe, die verschiedenen Arten von Regen, und wie sie sich gegen ihre Verheiratung mit /Gunda sträubt, als sie acht Jahre alt ist. Später erleben wir ihre sich wandelnden Gefühle ihrem Mann gegenüber, als dieser zum Heiler wird. 1978 sind wir mit dem Film in der Gegenwart, in Tshumikwi, dem von der südafrikanischen Verwaltung eingerichteten Reservat, wo Land nur begrenzt zur Verfügung steht, Tiere und Pflanzen knapp sind, wo das Geld zum Problem geworden ist, wo die Tuberkulose herrscht und die südafrikanische Armee !Kung-Männer rekrutiert und als Kämpfer gegen die Guerilla der ‘Swapo ausbildet. N!ai singt ein Lied, das die Schwierigkeiten und Spannungen des Lebens im Reservat beschreibt: “Mich tanzt der Tod, bis ich fertig bin”.

N!AI, THE STORY OF A !KUNG WOMAN wurde zunächst im Rahmen der TV-Reihe ‘Odyssey’ ausgestrahlt. Die Einzigartigkeit des Films liegt in seiner Kombination von Ethnographie, Autobiographie und Geschichte.