N/UM TCHAI

THE CEREMONIAL CURING DANCE OF THE !KUNGBUSHMEN

John Marshall
USA 1969 | 20 Min. | 16 mm
Zu Gast: John Marshall

Tchai ist ein Wort der !Kung-Sprache, das gemeinschaftliches Tanzen und Singen beschreibt, n/um kann mit ‘Medizin’, aber auch mit ‘übernatürlicher Kraft, ‘Potenz’ wiedergegeben werden. Die !Kung treffen sich häufig zu solchen n/um tchai, ‘Heiltänzen’, die meist nachts stattfinden und nicht selten bis in die Morgendämmerung dauern. Während die Frauen gelegentlich tanzen, sonst aber sitzend klatschen und singen, bilden die Männer einen Kreis um sie, singend und rhythmisch mit den Füßen stampfend. Je kraftvoller die Gesänge, desto größer ist ihr n/um, das als ein Geschenk des großen Gottes gilt. N/um ist auch im Feuer, vor allem aber in den Heilern, den ‘Besitzern von Medizin’. Die meisten !Kung-Männer sind irgendwann in ihrem Leben auch Heiler. Im Film sehen wir mehrere Heiler in unterschiedlichen Phasen der Trance. Eine leichte Trance wird allmählich intensiver, sobald die Medizin ‘heiß’ wird, und schließlich fangen einige Männer an, schreiend herumzulaufen, sie fallen in die Glut und erreichen ein Stadium der Trance, das die !Kung’Halbtod’ nennen. Der Film beginnt mit einer kurzen Einführung über die Bedeutung des n/um tchai für das Heilen und die Abwehr von Bösem. Darauf folgen Szenen eines die Nacht hindurch anhaltenden n/um tchai: Es beginnt mit der Zusammenkunft der Leute eher gesellig, steigert sich dann aber fortwährend und geht bei Tagesanbruch zu Ende.