Pferde der Götter

Die Trance in den afroamerikanischen Mischreligionen

Manuskript: Hubert Fichte; Redaktion: P. M. Ladiges; Produktion: Südwestfunk Baden-Baden; Datum der Erstsendung: 11. Mai 1974

Die afroamerikanischen Mischreligionen finden sich seit der Sklavenzeit in den Südstaaten der USA, in Mittelamerika und in fast allen Ländern Südamerikas. (Ich spreche nicht von den allerneusten Mischformen in Afrika selbst, in den Industriezonen Zambias, zum Beispiel oder den Slums der arabischen Großstädte, wo sich Islam und schwarzafrikanische Religionen begegnen.)
Flüchtlinge aus Kuba, Brasilien und Haiti brachten den afroamerikanischen Synkretismus auch nach Europa und in die Nordstaaten der USA. Mit der Okkulten Welle gedeihen Vaudou- und Santeriazentren in New York, Paris und London.

Es handelt sich um eine Mischung der Religionen der Sklavenküste, vor allem der Fon, Yoruba, der Ewe mit dem Katholizismus, Protestantismus, indianischen Zeremonien, Spiritismus, auf Trinidad und Puerto Rico sogar mit Buddhismus, Hinduismus.”

Die Hauptzentren der afroamerikanischen Mischreligion in der Neuen Welt sind:
Kuba: mit der Santeria,
Bahia, Brasilien, das ’schwarze Rom’ mit dem Candomblé,
Recife: mit dem Xangó
Sao Luis de Maranhao
Haiti: mit dem Vaudou
Jamaica: mit Revival und Pocomania
Trinidad: mit dem Shango
In Kuba, Sao Luis und Bahia sollen sich die Riten der afrikanischen Küste reiner erhalten haben, als in Afrika selbst.”