Eloge du Chiac

Michel Brault
Kanada 1969 | 27 Min. | OmeU
Di, 23.05.2017 13:30
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Eine Region, zwei Sprachen. Brault’s Film ELOGE DU CHIAC spielt in New Brunswick im östlichsten Teil Kanadas, in dem zugleich französisch und englisch gesprochen wird. Eine junge engagierte Lehrerin diskutiert mit ihren SchülerInnen, was es bedeutet, das Französisch gegen die Dominanz des Englischen aufrechtzuerhalten. Sie sprechen zum Teil das Chiac, ein dort entstandener anglisierter Dialekt des Französischen, der aber nicht überall besonders gut ankommt.

Das reiche Filmschaffen in Kanada war auf dem Flaherty Seminar immer stark vertreten, Regisseure wie Michel Brault, Gilles Groulx, Claude Jutra prägten die Bewegung des Direct Cinema entscheidend mit.

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Michel Brault geb. 1928 in Montréal war Kameramann, Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. 1956 bis 1965 arbeitete er für das National Film Board of Canada. Zusammen mit Gilles Groulx entstand 1958 LES RAQUETTEURS, der die französische Sektion des NFB maßgeblich beeinflusste. Brault wurde daraufhin von Jean Rouch für den legendären Cinéma Vérité-Film CHRONIQUE D’UN ETE (1961) engagiert. Er arbeitete wiederholt mit Claude Jutra zusammen (Kamera bei MON ONCLE ANTOINE 1971, KAMOURASKA 1973) und vielen international bekannten Regisseuren. In Kanada wurde er für sein Lebenswerk mit mehreren Preisen geehrt, u.a. dem Prix Jutra 2005. Er starb 2013.

Filme u.a.: LA LUTTE (Kurzfilm 1961), QUEBEC-USA OU L’INVASION PACIFIQUE (Kurzfilm 1962), POUR LA SUITE DU MONDE (1963, Canadian Film Award 1964), ENTRE LA MER ET L’EAU DOUCE (1967), L’ACADIE, L’ACADIE (Co-R: Pierre Perrault, 1971), LES ORDRES (1974, Best Director Award Cannes 1975, Canadian Film Award 1975), THE GREAT LAND OF SMALL (Kamera 1987), LES NOCES DE PAPIER (1989), MON AMIE MAX (1994).