DIYA

Judith MacDougall
Australien 2001 | 55 Min. | DV  Cam, OmeU
Zu Gast: Judith McDougall

Der Film versucht auf eine neue Weise, das vielschichtige soziale Leben zu untersuchen, das die materiellen Gegenstände umgibt. DIYA folgt dem Lebensweg eines Gegenstandes, vermittelt durch die alltäglichen Erfahrungen jener Menschen, die ihn herstellen, verkaufen und benutzen. Eine ‘Diya’ ist eine kleine Öllampe aus Terrakotta, die in ganz Indien bei religiösen Zeremonien benutzt wird. Der Film beginnt bei einer Töpferfamilie, wie sie ‘Diyas’ – während der unruhigen Tagen vor Diwali, dem Lichterfest – herstellen. Die Lampen werden auf einer Töpferscheibe produziert, zum Verkaufen auf den Basar gebracht, um dann während der Puja-Zeremonien des Diwali benutzt zu werden. Später werden sie zerschlagen und der Erde zurückgegeben. Im Abspann kehrt der Film zur Töpferfamilie mit der unerwarteten Neuigkeit zurück, dass ihre Kinder weiterhin die Schule besuchen werden, wodurch ein über sieben Generationen währendes Familienleben als Töpfer endet.