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Für ein solidarisches Kino 

Panel-Diskussion mit Julia Bee und John Gianvito

Nachdem wir vor zwei Jahren die Sensory Ethnography made in Boston vorgestellt haben, blättern wir 2017 vom Direct Cinema ausgehend eine Reihe von stilistischen Möglichkeiten auf, wie Filme sozialkritisches Engagement beweisen. In einem abschließenden Panelgespräch möchten wir diese unterschiedlichen Strategien reflektieren. Genaues
Beobachten, autobiographische Perspektive, historisch-kritische Kompilation, essayistische und künstlerische Erzählweisen zeugen vom Widerstand gegen soziales Unrecht und die Auswüchse des Kapitalismus. Hier sind die Stimmen derjenigen zu vernehmen, die ein anderes Amerika repräsentieren. Welche Erkenntnisse bieten solche Filme auch
z.B. im Rahmen der Ethnografie? Und welche Rolle spielen Festivals und andere Foren für das Verständnis neuer filmischer Formen? Der Kooperationspartner unserer Reihe, das Robert Flaherty Film Seminar, ist ein einmaliger Ort der Selbstvergewisserung und des Networkings. Unser Gast John Gianvito hat die dortigen Diskurse viele Jahre miterlebt.
Gab oder gibt es dort paradigmatische Kontroversen? Inwieweit hat das Seminar identitätsstiftend gewirkt und zu Tendenzbildungen beigetragen?

Julia Bee, Medien-/Kulturwissenschaftlerin, zurzeit Juniorprofessorin für Bildtheorie, Bauhaus-Universität Weimar. Veröffentlichungen u.a. „Zuschauer_innen-Gefüge. Begehren, Differenz und Macht in Film- und Fernsehwahrnehmung“, Düsseldorf 2016.
SA 27.5. 16 h Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Moderation: Dagmar Kamlah

Toward a Cinema of Solidarity

Panel-Discussion with Julia Bee and John Gianvito

After we presented the Sensory Ethnography Lab made in Boston two years ago, we are in 2017 — beginning with Direct Cinema — presenting a range of stylistic methods applied in socially committed films. In the final panel discussion, we want to reflect on these different strategies. Close observation, autobiographical perspective, historic/critical compilation,
and artistic and essayistic narratives are all ways of demonstrating resistance against social injustice and the excesses of capitalism. Here are the voices of those who stand for a different America. What insights do they offer – for example, in the context of ethnography? Furthermore, what role do festivals and other forums play in promoting
the understanding of new cinematic forms? Our themed series is referring to the Robert Flaherty Film Seminar, which is a unique center for self-reflection and networking. Our guest John Gianvito has for years been involved in the seminar’s discourses. Have there been any paradigmatic controversies? To what extent has it been identity-forming, and
how has it set trends?

Julia Bee, Medien-/Kulturwissenschaftlerin, zurzeit Juniorprofessorin für Bildtheorie, Bauhaus-Universität Weimar. Veröffentlichungen u.a. „Zuschauer_innen-Gefüge. Begehren, Differenz und Macht in Film- und Fernsehwahrnehmung“, Düsseldorf 2016.
SA 27.5. 16 h Galerie im Alten Wiehrebahnhof
Moderation: Dagmar Kamlah