Ethnologische Filmarbeit in China

Die ethnologische Filmarbeit ist ein wichtiger Teilbereich der völkerkundlichen Forschungsarbeit in China. Nach der Gründung der Volksrepublik und der Einrichtung des Instituts für Völkerkunde der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, wurden mit Unterstützung der Regierung in den unterschiedlichen Abteilungen des Instituts mehr als 20 ethnologische Filme und eine große Menge an Archivmaterial über spezielle Themen gedreht. Aus diesem Material wurde der Grundstock für ein völkerkundliches Filmarchiv erstellt. Darüber hinaus haben zahlreiche lokale und überregionale Film- und Fernsehgesellschaften Filme über unsere Brudernationalitäten, deren Sitten, Kultur und Kunst produziert. (Festival Katalog 1989)                     Yang Guan-hai (Regisseur, Dramaturg und Kameramann)                   Übersetzt von Yuli Feng

China - Die Künste - Der Alltag

Eine filmische Reisebeschreibung

Ulrike Ottinger
BRD 1985 | 270 Min.
Zu Gast: Ulrike Ottinger
Dieser dokumentarische Film, den Ulrike Ottinger im Februar und März 1985 in Beijing und den Provinzen Sichuan und Yunnan drehte, versucht neue Sichtweisen auf eine fremde Kultur und deren gegenwärtige … mehr

Der Norden von Tibet - Das Land und sein Volk

Xing Ying-yi
China 1988 | 90 Min.
Zu Gast: Xing Ying-yi
Dieser Film über den Bezirk Qiang-Tang, im Norden von Tibet, zeigt erstmals das Binnenland und die Menschen, die dort leben. Der Film will die Lebenssphäre und Kultur dieser Menschen in … mehr

Der Pferdedieb
(Dao mat tse)

Tian Zhuangzhuang
China 1985 | 94 Min.
Zusammen mit Frau und Kind lebt Norbu im gebirgigen Hochland Tibets als Hirte - und als gelegentlicher Pferdedieb. Wo er, der einer kleinen ethnischen Minderheit angehört, sich an Tempelschätzen vergreift, … mehr

Die Deng

Kun Jan-zhu, Lu Min
China 1976 | 50 Min.
Dieser Film zeigt die Gesellschaft der Deng, am Ende der Urgesellschaft. Sie leben in der Gegend von Zha-yu, im Südosten der tibetanischen Autonomie, im Hochland von Tibet. Die Landwirtschaft ist … mehr

Die Kuzung

Yang Guan-hai
China 1960 | 30 Min.
Zu Gast: Yang Guan-hai

Dieser Film zeigt die Kuzung (die heute einen Teil der Lahu-Nationalität bilden), die in den Urwäldern entlang der Ai Lao-shan-Berge, im Kreis Jin-pin der Provinz Yun-nan, wohnen. Gezeigt wird die Realität der Kuzung, einer patriarchalischen Stammesgemeinschaft am Ende Urgesellschaft. Die Kuzung kleiden sich mit den Blättern der Zwergbanane, essen ein Art ungekochten Maniok und ziehen in den Wäldern umher. Sie lieben das Feuer wie ihr Leben, denn wenn das Feuer erlöscht, müssen sie es mühsam mit einem Bambusscheit herstellen. Der Film zeigt wahrheitsgetreu das Sammeln von Pflanzen und Früchten, die Jagd, Handwerk und den ’stummen’ Austausch von Waren im Grasbüschel. Sie kochen den Reis mit Bambus und essen mit den Händen. Gezeigt wird das Familienleben, die Liebe und die Hochzeit junger Paare, Feste und Opfer an Götter und Dämonen. Außerdem sehen wir eine Trauerfeier, wie die Leiche mit Blättern umwickelt und begraben wird und wie man ein neugeborenes Kind ebenfalls in Blätter einwickelt. Der Film zeigt die lebendige Entwicklungsgeschichte der frühen Menschheit. (Institut für Völkerkunde, Beijing; Übersetzung: Youli Feng) (Festival Katalog 1989)

Die Wa-Nationalität

Zheng Zhi-guo
China 1957 | 30 Min.
Dieser Film zeigt die Gesellschaft der Wa-Nationalität in den Bergen Si-men der Provinz Yun-nan. Sie bilden eine Übergangsgesellschaft am Ende der Urgesellschaft und am Anfang des Sklavensystems. Obwohl bereits seßhaft … mehr

Journal d’un Ethnologue en Chine

Patrice Fava
Frankreich 1988 | 46 Min.
Zu Gast: Patrice Fava
Seit vielen Jahren reist und forscht der Sinologe und Anthropologe Patrice Fava in China. Dabei ist er vor allem auf der Suche nach dem traditionellen, dem unbekannten China, abseits der … mehr

Li-Nationalität

Feng Jin
China 1957 | 50 Min.
Der Film zeigt die Li-Nationalität in den Bergen Wu Zhi-schan auf der Insel Hai-nan; ihr System des “Zusammen-Pflügens” ist ein Überrest ihrer ursprünglichen Gesellschaftsform. “Zusammen Pflügen” bedeutet, daß zumeist Blutverwandte, … mehr