America the beautiful_2
    Rassismus und soziale Konflikte im nordamerikanischen Dokumentarfilm Vor drei Jahren gab es beim Super Bowl einen kleinen Eklat, als in einem Coca Cola-Werbespot die inoffizielle zweite Nationalhymne der USA „America the Beautiful“ in verschiedenen Sprachen gesungen wurde. Wir nennen unsere diesjährige Schwerpunktreihe nach der in Deutschland nicht so bekannten, weniger kriegerischen Hymne natürlich nicht aus patriotischen Gefühlen. Aber wir zeigen diese Filme auch nicht, um in das seit der Präsidentenwahl allgegenwärtige USA-Bashing mit einzustimmen. Die historischen und aktuellen Dokumentarfilme unserer Reihe zeichnen sich durch tatkräftige ProtagonistInnen, genaues Hinsehen, kritische Analysen und das Aufzeigen von Perspektiven aus. Sie dokumentieren die lange Tradition von sozialem Bewusstsein und Engagement, das immer schon dem Rassismus und konservativem Nationalismus entgegengetreten ist. Bei der Auswahl standen Aspekte des Zusammenlebens verschiedener Kulturen für uns im Vordergrund. Der neue Film von Altmeister Frederick Wiseman über einen der buntgemischtesten Stadtteile New Yorks IN JACKSON HEIGHTS paart sich vielschichtig mit LOS SURES, einem historischen Gegenpart aus den 80ern, der den Alltag in einem karibisch dominierten Ghetto lange vor der Gentrifizierung einfängt. Raoul Pecks oscarnominierten Montagefilm I AM NOT YOUR NEGROüber […] mehr