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Länderschwerpunkt IranZINAT, YEK RUZ-E BEKHOSUSZinat, ein besonderer TagIran / Frankreich 2000 / 56 Min. / Video, BetaSP / OmeU Verleih: Play Film, 14 rue de Moulin Joly, F-75011 Paris, Tel: +33-1-40 21 09 90, Fax: +33-1-40 21 88 44, e-mail:playfilm@playfilm.fr |
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1999 wurden im Zuge der Dezentralisierung unter Präsident Khatami die ersten Stadt- und Gemeinderatswahlen im Iran seit zwanzig Jahren durchgeführt. Unter den 330.000 Kandidaten waren 5.000 Frauen. Eine von ihnen ist die Krankenschwester Zinat, in deren Dorf auf der Insel Qeshm im Süden des Iran verheiratete Frauen eine Maske, die boregeh, tragen. Zinat, die mit dreizehn Jahren verheiratet wurde, führte schon bald ihren persönlichen Kampf gegen diese und weitere allgemein akzeptierte Vorschriften, die den Frauen die Macht über ihr eigenes Leben nehmen. Sie beschloss, die boregeh nicht zu tragen, wurde Krankenschwester und vollzog einen weiteren Akt des Widerstands, als sie sich für die Wahlen nominieren ließ. In unprätentiösem Stil folgt das Filmteam Zinat durch den Wahltag: Da es verboten ist, an diesem Tag öffentlich zu filmen, positioniert Ebrahim Mokhtari seine Kamera in Zinats Haus, wo der Alltag trotz der besonderen Ereignisse weitergeht, und begleitet sie bei ihren Patientenbesuchen. Wir sehen, wie Zinat, die von ihrer Familie unterstützt wird, heftig mit einem alten Mann diskutiert, der es normal findet, wenn Frauen nach der Heirat zu "gezähmten Tieren" werden, die ihren Ehemännern dienen. Sie solle, so meint er, ihre Kandidatur an ihren Mann abtreten. Die Stärke der ruhigen jungen Frau, Mutter von drei Kindern, wird nicht nur in dieser Szene, sondern im Verlauf des gesamten Films deutlich. Am Ende des Wahltages scheint es, dass viele Bewohner des Dorfes ihr Potenzial anerkannt haben. Zinat gewinnt die Wahl und hat nunmehr die Möglichkeit, sich für die vielen sozialen Projekte zu engagieren, die ihr am Herzen liegen. (Miryam van Lier) In the late nineties, city and village council elections were held in Iran for the first time in 20 years. Under Prime Minister Khatami, decentralization became a priority. Among the 330,000 candidates, there were 5,000 women. One of them was Zinat, a nursing aid, who lived in a village where married women traditionally wear a "boregeh" or face mask. Married at the age of 13, Zinat soon fought her private battle against this and other ubiquitously accepted rules that leave women with little power over their own lives. She decided not to wear the "boregeh", and became a nurse. As the next step in her act of resistance, she became a candidate in the election. With an unassuming attitude, the film crew follows Zinat on election day. We see her in her house, where daily life continues amidst all the excitement of this special day, and during her visits to patients. Zinat, who is supported by her family, is shown engaged in a heavy debate with an elderly man who thinks it totally normal that women become, as he puts it, "domesticated animals" after they marry, to serve their husbands. He tries to convince her to hand her candidacy over to her husband. The strength of this quiet young mother of three is not only present in this scene; it is just as visible in the rest of the film as well. At the end of the election day it seems that many voters in the village have recognized her potential. After she wins the election, she promptly goes to work on the junior high school, the women's sports hall, and the many other civil projects she has in mind. (Miryam van Lier) |
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Zuletzt bearbeitet am 07.05.2001 © aptum - mailto: webmaster@aptum.de |