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Länderschwerpunkt IranAN SHAB KE BARUN AMADDie Nacht, in der es regneteIran 1967/79 / 35 Min. / s/w / 35 mm / OmfU Vertrieb: Farabi Cinema Foundation, 55, Sie-Tir Avenue, 11358 Teheran, Tel: + 98- 21- 670 10 10, Fax: +98- 21-670 81 55, e-mail: fcf1@dpi.net.ir |
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Iranische Schulkinder begegnen in ihren Lesebüchern der heldenhaften Geschichte eines Jungen, der aufopferungsvoll ein Zugunglück zu verhindern weiß. In der dunklen Nacht gelingt es dem Jungen, einen nahenden Zug rechtzeitig mit seinem brennenden Hemd vor einem die Bahngleise blockierenden Geröllhaufen anzuhalten. Ende der 60er Jahre berichten die Zeitungen in Teheran von einem Jungen im Norden des Iran, dem Ähnliches gelungen sein soll: Er habe den Zug mit seiner angezündeten Jacke vor einem durch ein Unwetter unterspülten Schienenabschnitt rechtzeitig gerettet. Die Presse ist in Aufruhr: Handelt es sich bei der Heldentat um Wahrheit oder "die größte Lüge des Jahres"? Schirdels Filmteam erhält von dem Ministerium für Kultur und Kunst den Auftrag, einen Film über den Jungen zu drehen. Der Filmemacher interessiert sich weniger für den Wahrheitsgehalt der Geschichte, sondern wer und mit welchem Interesse verschiedene Versionen des Vorfalls kolportiert: Zeitungsreporter, ein Gouverneur, der Polizeichef, Bahnangestellte, Lehrer, Schüler, Bauern und andere "Zeugen". Die einen meinen, der Junge würde gar nicht existieren, die anderen erklären sich selbst zum wahren Helden; der Gouverneur anerkennt ihn als den Einzigen. "Mit doppelbödigem Schalk zeichnet Shirdel ein zartbitteres Bild der iranischen Gesellschaft: Wahrheit, Gerücht und Lüge lassen sich nicht mehr dividieren." (Robert Richter) An item appears in the Iranian press about a village boy who averts a train catastrophe by warning the authorities that the track was damaged by setting fire to his coat. A film crew is sent to make an epic film based about this incident. But whilst the railway authorities completely deny the boy's existence, the Govenor-General recognises him as a hero. In the meantime, dozens of heroes come forward, each claiming to have saved the day. "Shirdel paints a bittersweet picture of Iranian Society in which truth, rumour, and lies can no longer be distinguished." (Robert Richter) Kamran Shirdel, geboren 1939, studierte in Rom Architektur und Film. 1964 kehrte er in den Iran zurück und realisierte sechs Dokumentarfilme im Auftrag des Kultusministeriums. Shirdel analysiert mit der spezifischen Filmästhetik der Kontrapunktmontage Schattenseiten und soziale Missstände der iranischen Gesellschaft. Filme u.a.: NEDAMATGAH / FRAUENGEFÄNGNIS (1965); QALEH / FRAUENVIERTEL (1966); TEHRAN, PAYETAKHT-E IRAN AST / TEHERAN IST DIE HAUPTSTADT IRANS (1966); AN SHAB-KE BARUN AMAD / DIE NACHT, IN DER ES REGNETE (1967/79). |
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Zuletzt bearbeitet am 07.05.2001 © aptum - mailto: webmaster@aptum.de |