Assent

Einen Erfahrungsraum jenseits der Kinoleinwand wollen durch die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift eröffnen: ASSENT ist ein autobiografisches Projekt, welches diese neuste Technik auf hervorragende Weise zu nutzen weiß.

Als sich das Militär in Chile im September 1973 an die Macht putschte, war dies der Höhepunkt der Spannungen des Kalten Kriegs, des internationalen politischen Einflusses und der inneren Konflikte. Das Ereignis zeichnete das Leben vieler Armeeangehöriger auf dramatische Weise. In der unmittelbaren Folgezeit streifte die sogenannte „Karawane des Todes“ auf der Suche nach militärischen Flüchtlingen durch das Land. In Zusammenarbeit mit dem chilenischen Geheimdienst Junta festigte das Militär seine Macht außerhalb der Hauptstadt in Form von Terror, Misstrauen und Angst. Die Ereignisse dieser Jahre wirken bis heute in Gerichtssälen, in der Politik bis hin in die privaten Haushalte der ChilenInnen nach.

ASSENT ist eine eindringliche und autobiographische Dokumentation, welche die ZuschauerInnen mithilfe der Occulus-Rift Brille in die virtuellen Fußstapfen des Protagonisten treten lässt, der gleichzeitig der Vater des Filmemachers ist. Im Jahr 1973 war der damals 22-järige Armeeoffizier im Norden Chiles stationiert, es war der gleiche Tag, an dem die Karawane des Todes den steilen Hügel erreichte kam. Mit unserem Bick steuern wir die Animation, sodass wir mithilfe neuster Technologie in ein Erlebnis eintauchen, dessen Intensität einen lang anhaltenden Eindruck hinterlässt.

Das Projekt kann in der Screening-Galerie neben dem Café im Alten Wiehrebahnhof besichtigt werden. Geöffnet ist diese vom 12. – 17. Mai, jeweils zwischen 10 und 18 Uhr.
Für ASSENT melden Sie sich bitte zuvor am Festivalcounter um einen Sichtungstermin zu vereinbaren.

Assent

When the military took control of Chile in the coup of September 1973, it was the culmination of Cold War tensions, international political influence and internal conflict. For Army personnel, it was an event that marked their lives.

In the immediate aftermath of the coup a ‘Caravan of Death’ roamed the country conducting executions of military detainees. This was a mechanism to install terror into the community and a way to demonstrate the force of the central authorities to military staff outside the capital, and, in making them complicit in the actions of the junta, to ensure their loyalty. Thirty years later, the repercussions of those events still play out daily – in courts, in politics, and in the homes of Chilean people.

This autobiographical immersive documentary puts the user in the footsteps of my father, who in 1973 was a 22-year-old army officer stationed in the north of Chile, on the day when the Caravan of Death came to his regiment. Assent invites the user to witness that day through my father’s eyes, and mine. (Oscar Raby)