Das Haus meiner Mutter, die Lagune

In einer Lagune am Ufer eines Flusses lebt eine Fischerin zusammen mit ihrer pflegebedürftigen alten Mutter. Ihr Ehemann und ihr Vater sind schon verstorben. Im Gegensatz zu dem, was die Traditionen den Frauen vorschreiben, ist die Fischerin dazu gezwungen, den Lebensunterhalt für sich und ihre Mutter selbst zu verdienen. Jeden Tag steht sie vor Sonnenaufgang auf, um in einem kleinen Ruderboot auf Fischfang zu gehen. Sie versucht ihren mickrigen Fang auf dem lokalen Markt zu verkaufen, was nicht ganz einfach ist. Aber die Frau ist nicht leicht zu erschüttern, obwohl sie mit den anderen Fischern und Marktverkäufern oft Streit hat. Zu Hause wartet die Mutter geduldig auf die Rückkehr ihrer Tochter. Sie holt sie aus dem Bett und kümmert sich um sie.

Neben dem für eine iranische Frau ungewöhnlichen Berufsleben steht für Oskoui auch die Beziehung zwischen der gebrechlichen Mutter und ihrer liebevollen Tochter im Mittelpunkt des Films.

Mehrdad Hosseini Oskouei wurde 1969 in Teheran geboren. Nach seinem Studium im Fach Regie an der Kunsthochschule, begann er 1984 mit dem Filmemachen und gehört zu den Gründungsmitgliedern der Bandar Anzali Filmgesellschaft. Vor dem Film ‘Das Haus meiner Mutter, die Lagune’ hat er bereits mehrere Kurzfilme realisiert: OTHER NATIVITY (1998); IN HIS HISTORY (1990); THE BOUNDARY (1995); SAOUCHI (1994); THE HEAVEN FORM WHICH WE COME(1995); THE BAYRAMI NOMADS (1995); THE HAJIBASHI PRIMARY SCHOOL (1995).