UKSUUM CAUYAI: THE DRUMS OF WINTER

Der Film gewährt einen Einblick in das spirituelle Leben der Yupik aus Emmonak, einem Dorf in Alaska. Die Dorfbewohner erzählen von ihrer Geschichte, ihrer Spiritualität und ihren sozialen Werten, die ihren Ausdruck in Tanz und Gesangfinden. Dieses Wissen wird von Generation zu Generation weitergegeben. Wenn die Inuit singen und tanzen, werden nicht nur alte Traditionen wiederbelebt, in den Gesängen werden die “modernen” Veränderungen in der Inuit-Gesellschaft reflektiert und jeder Tänzer ist bemüht neue Tanzschritte und -figuren zum Besten zu geben. Jede Bewegung hat eine bestimmte Bedeutung und spielt im erzählen (“tanzen”) der Geschichte eine besondere Rolle. Vor dem Fernsehzeitalter war der Tanz die einzige Unterhaltung der Inuit.

Die Dorfältesten bereiten einen Potlach (zeremonieller Austausch von Geschenken) mit einem Nachbardorf vor.

Fotografisches und filmisches Archivmaterial sowie Interviews mit älteren Missionaren unterstreichen, daß das starke kulturelle Bewußtsein der Yupik sie vor einer religiösen Bevormundung durch die Christianisierung bewahren konnte.

AT THE TIME OF WHALING

Der Film zeigt verschiedene Aktivitäten beim Walfang der Gambell in Alaska, einer Yupik-sprechenden Gruppe von der St. Lawrence Insel. Jedes Frühjahr im Mai durchziehen die Wale bei ihren zyklisch verlaufenden Wanderungen die Behring-See. Diese drei Wochen werden von den Inuit dazu genutzt, die Wale von mehreren Kajak-Gruppen ausgehend mit Harpunen zu jagen. Heute wird mit CB-Funk und Motorbooten gejagt, trotzdem ist der Walfang immer noch eine lebensgefährliche Arbeit für die Jäger. Drei Tage schlachten die Walfänger. Das Fleisch wird zwischen den Jägern und den Familien des Nachbardorfs aufgeteilt. Walfanglieder begleiten die anschließenden Tänze im Dorfversammlungshaus.